Von Leif Schröder-Groeneveld auf Freitag, 31. März 2017
Kategorie: Leifs Blog

Von der Sonne in die Sonne!

Von der Sonne in die Sonne!

Nachdem sich der Jahresanfang von seiner eher grauen und kalten Seite gezeigt hatte, hieß es für mich im Februar ab in die Sonne! 10 Tage Trainingslager auf Lanzarote standen auf der Agenda! Der Trainingsschwerpunkt sollte hierbei ganz klar beim Radfahren liegen und ich war schon richtig motiviert, endlich nicht mehr auf der Rolle und somit in stickigen Räumen fahren zu müssen! Bei so viel positiver Energie war es dann auch nur halb so „schlimm“, dass ich viel allein trainieren musste. Dennoch muss ich an dieser Stelle meinen Papa loben, der fleißig jeden Berg hochgerollt ist und auch im Wasser fleißig seine Bahnen gezogen hat! Als Amateurteam „Schröder-Groeneveld“ haben wir uns dann vor Ort auch mal in den Triathlon-Tempel  La Santa getraut. Dort gibt es alles was das Triathlonherz begehrt und es war wirklich beeindruckend, einige Profis mal in Aktion sehen zu können. Die Urlaubsinsel Lanzarote zeigte sich ansonsten von seiner besten Seite und die erste Woche verging bei 25 Grad und Sonne satt wie im Flug! Jeden Tag 4 Stunden auf dem Rad und abends ging es dann nochmal ins Wasser oder es folgte eine längere Laufeinheit. Ich habe dabei versucht alle Einheiten eher locker zu absolvieren, da es mein Ziel war einen hohen Umfang zu realisieren. Das machte in der Summe in der ersten Woche knapp 40 Stunden Training und ich fühlte mich immer noch richtig gut! Bin ich so fit, dass mein Körper diese Intensitäten so gut verkraftet oder trainiere ich zu locker? Ich wartete förmlich die folgenden Tage darauf, dass der Körper mal schlapp wird…aber ich konnte bis zum Ende voll durchtrainieren! Auch hier eine ganze neue Erfahrung, denn ich hätte nicht gedacht, dass man 10 Tage lang fast jeden Tag 5-7 Stunden trainieren kann!

                                                    

Wieder zurück im kalten Deutschland ging es für mich direkt ab ins Schulpraktikum und nun holte sich mein Körper all das zurück, was ich ihm zuvor „angetan“ habe…d.h. um 13 Uhr war Schulschluss und dann wurde bis Nachmittags geschlafen :) Ich hatte zwar keine muskulären Probleme oder ähnliches, aber der Akku war einfach leer. Somit habe ich einfach viel geschlafen und den Trainingsumfang stark reduziert! Nach 2 Wochen Kälte hatte ich dann auch wieder genug ;) Das norddeutsche Wetter war bis dato ja leider immer noch eher auf Winter eingestelltL.  Trainingslager Nr. 2 stand vor der Tür! Endlich wieder Sonne, endlich wieder Radfahren! Diesmal sogar mit Trainingspartner Dominik Adlung aus meinem Triathlonteam (USC Kiel). Der Junge ist für seine Radstärke bekannt und auch im Wasser macht er eine sehr gute Figur. Da kann ich mir bestimmt was abgucken und ich konnte es kaum abwarten im Sattel zu sitzen und die Berge Gran Canarias zu erklimmen.

Dominik und ich hatten dabei so viel Bock auf viel Training, dass wir uns zügeln mussten, die ersten Tage auch bloß ruhig Radzufahren …denn überzieht man in den ersten Tagen hinsichtlich der Intensität können 14 Tage Trainingslager sehr, sehr lang werden und der erwünschte positive Trainingseffekt ist dahin! Und auf Gran Canaria besteht schnell die Gefahr zu intensiv zu radeln, da es eigentlich nicht möglich ist eine Ausfahrt unter 1000 Höhenmetern zu absolvieren.

Jeden Morgen um 8 Uhr hieß es ab in den Sattel, denn ab 10/11 Uhr war es fast schon zu heiss! Aufgrund der Kalima, einem warmen Wind, der viel Sand aus der Sahara mit sich bringt, gingen die Temperaturen auf bis zu 35 Grad hoch. Nach meistens 90-120Km Rad ging es dann nach kurzer Pastaparty auf dem Hotelzimmer ab ins Freibad zum Erfrischen! Nach 2,5-3Km im Wasser war dann auch der Rücken vernünftig rot, sodass uns die einheimischen Athleten abends im Leichtathletikstadion beim Lauftraining auch eindeutig als „Touristen“ identifizieren konnten ;)! Abends wurde dann ausgiebig gekocht! Schließlich müssen die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden und wir waren schon stolz darauf, dass wir in unserer kleinen Männer-WG nicht verhungert sind!

Im Vergleich zum Trainingslager in Lanzarote war dieses nun deutlich intensiver. Fokussierte ich mich auf Lanzarote auf extensive und mögliche lange Trainingsreize, trainierten wir auf Gran Canaria deutlich intensiver. Wir haben hierbei viel an der Grundschnelligkeit im Wasser gearbeitet und die warmen Temperaturen genutzt, um auch im Laufbereich die Geschwindigkeit hochzufahren, da dies in Deutschland bei 6 Grad und Regen doch deutlich schwieriger ist. Im Vergleich war der Umfang der beiden Trainingslager sogar fast identisch, nur dass das zweite Trainingslager in allen 3 Disziplinen ein wenig schneller war. Die Königsetappe der Radeinheiten war am vorletzten Tag, wo fleißig 150Km bei 3500 Höhenmetern absolviert wurden. Danach waren die Beine auch „dicht“ und freuten sich auf eine Regenerationswoche in Deutschland.

                                                

Zu Hause angekommen hieß es dann Füße hochlegen und mal einige Tage wirklich nur ganz locker zu trainieren oder auch mal zu pausieren. Seit einer Woche bin ich nun wieder im normalen Trainingsalltag und bei nun frühlingshaften Temperaturen bringt auch das Radfahren hier bei uns wieder richtig Spaß! Entsprechend bin ich in der letzten Woche fast täglich im Sattel gewesen und hab meine Runden gedreht. Am kommenden Wochenende werde ich dann in Timmendorf beim Ostseelauf mal antesten, was die Beine aus dem Radtraining heraus schon so drauf haben :) Die Saison geht dann so langsam los und es darf nach und nach auch mal richtig schnell trainiert werden! Da freut man sich schließlich den ganzen Winter drauf!

Also rein in die Laufschuhe und los geht´s!

Beste Grüße,

euer Leif