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Trainingstipps zum Laufen und Dranbleiben

Saisonstart...oder auch nicht!

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Der April begann mit einem Start über die Halbmarathondistanz beim Ostseelauf in Timmendorf und ich wollte diesen Lauf als Standortbestimmung für meine erste Mitteldistanz im Triathlon nutzen. Ich habe mir als Ziel gesetzt bei der Challenge Rimini in Italien zu starten: 1,9km Schwimmen, 93Km Rad und 21km Laufen! Nach dem langen Wintertraining und somit der Vorbereitungsphase war dies nun mein Saisonstart… und dementsprechend kribbelten die Beine und wollten mal wieder richtig loslegen. Wie fit bin ich schon? Bin ich schneller als im Vorjahr? Hat sich das Radfahren positiv ausgewirkt? Viele Fragen die man sich zu Saisonbeginn stellt und die die Spannung hochtreiben.

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Dann ging es endlich los! Von Beginn an hatte ich richtig gute Beine und es rollte in der gewünschten Pace (3:30). Ich passierte die 10Km Marke in ziemlich genau 35 Minuten und war bereits ab dem zweiten Kilometer allein an der Spitze des Feldes und versuchte das Tempo kontrolliert weiterzuhalten. Das ging auch bis Kilometer 16 ganz gut, doch dann wurden die Beine schwerer und ich schaltete einen Gang zurück. Normalerweise fühlt man sich relativ schnell besser, wenn das Tempo gedrosselt wird, aber selbst ein Tempo von mittlerweile 4 Minuten pro Kilometer fühlte sich das nun gar nicht mehr nach „rollen“ an. Zum Glück war der Vorsprung groß genug, sodass ich die letzten 3 Kilometer gefühlt fast gegangen bin und dennoch gewinnen konnte. Aber zufrieden war ich mit dieser Leistung nicht. Das war kein richtiger Saisonstart :(

 

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Also erst einmal 2,3 Tage locker trainieren und wieder „frisch“ werden war meine Devise…nur irgendwie wurde ich nicht frischer. Ich fühlte mich schlapp und hatte extremste Muskelschmerzen. In meinem falschen Ehrgeiz habe ich dann noch versucht einige Trainingseinheiten zu absolvieren, denn ich hatte meine Mitteldistanz anfang Mai vor Augen und wollte möglichst viel dafür trainieren. Letztendlich war ich so im Eimer, dass ich nach ärztlicher Rücksprache erst einmal 1-2 Wochen absolute Ruhe verordnet bekommen habe. Das schlimmste was es für mich gibt! Wenn ich etwas nicht gut kann, dann ist es die Füße still zu halten… und das auch noch 3 Wochen vor diesem großen Rennen! Es dauerte 1 Woche bis ich wieder schmerzfrei war und nach 10 Tagen begann ich mit meinem ersten zaghaften 8km „Läufchen“ und das fühlte sich gut an! 3 Tage später stand der Stadtlauf in Eckernförde an. Ein Lauf den ich super gern mag und immer in allerbester Erinnerung habe! Aber an einen richtigen Wettkampf war momentan noch nicht zu denken. Also entschied ich mich einen Trainingslauf daraus zu machen und hatte mir fest vorgenommen, nicht schneller als 34 Minuten über 10Km zu laufen…egal wer dort am Start ist oder wie knapp es auch wird!  In Eckernförde angekommen traf ich als allererstes meinem Kumpel Steffen Uliczka, sodass ich zumindest schon einmal wusste mit wem ich vorne nicht mitlaufen werde ;)

 

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Vom Start weg dominierte Steffen allein an der Spitze das Tempo und ich hielt mich brav zurück und war bis Kilometer 3 in einer kleinen Gruppe, aus der sich ein Verfolgerduo zu Steffen bildete. Starker Wind, Regen und Hagel machten die Bedingungen richtig schwer und dennoch passierten wir die 5Km Marke in ca. 16:40 und das fühlte sich richtig locker an. Trotzdem zwang ich mich weiter locker zu laufen und hatte Glück das mein Gegner das Tempo nicht mitlaufen konnte. Steffen war schon außer Sichtweite und somit lief ich in fast genau 34 Minuten als zweiter über die Ziellinie. Mit dieser Leistung war ich bei diesen Bedingungen und unter den anderen Voraussetzungen sehr zufrieden und war wieder richtig heiss noch einen kleinen triathlonspezifischen Trainingsblock zu absolvieren.

Das Training lief prima und nun heißt es 4 Tage „Tapering Phase“ und dann geht´s am 07.05. ab zur Challenge Rimini! In Italien geht es mir bei so einem großen Wettkampf nicht um Platzierungen oder Zeiten, da diese Distanz völlig neu für mich ist und ich einfach nur mal meine Grenzen ausloten möchte :) Einfach mal 4-5 Stunden Vollgas geben und die verrückte Welt des Triathlons genießen! Ich bin auf jeden Fall super motiviert und bin gespannt was mich dort erwartet!

Bis dahin,

euer Leif