Wittenseer Aktiv

Trainingstipps zum Laufen und Dranbleiben

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Finale Grande - Das Beste zum Schluss!

Finale Grande! Das Beste zum Schluss!

 

Nach vielen Wettkämpfen vor allem im Rahmen der Wittenseer Aktiv Tour in Schleswig Holstein ging es für mein letztes Rennen in der Regionalliga mit meinem Team (USC Kiel) nach Bremen (Stuhr) und dort über die olympische Distanz. In absoluter Topbesetzung reisten wir dort und hatten das Ziel – das Podium – fest im Blick…stets nach dem Motto: Auf der Suche nach dem Schatz im Silbersee (in dem wir später auch geschwommen sind :). Das Schwimmen verlief sehr unruhig und es gab aufgrund vieler Kurven im Parcours einige Rangeleien, aber ich konnte mich dennoch solide im vorderen Drittel platzieren und nach Topathlet Benni  (Winkler) als zweiter meiner Mannschaft auf das Fahrrad steigen. Auf der Radstrecke war es sehr windig und ich bekam Probleme mein Tempo zu finden und verlor einige Plätze. Somit war ich froh, als ich endlich die Laufschuhe anziehen konnte tongue-out Aber heute „lief“ es einfach nicht…von Anfang an war ich nicht richtig frisch und konnte mich nicht wie gewollt quälen und an meine Leistungsgrenze bringen. Einfach nicht mein bester Tag! Es motivierte mich aber die ganze Zeit zu sehen, dass meine Teamkameraden so gut (und vor mir) platziert waren, sodass ich alles gab, um für das Team noch ein paar Punkte zu holen! Und das hat geklappt! Am Ende bekam ich nochmal eine „zweite“ Luft und konnte sogar noch auf Platz 9 vorlaufen und mit dem Team den Sieg nach Kiel holen! Benni zeigte mal wieder eine überragende Performance und wurde zweiter und auch mein gran canarischer Leidensgenosse Dominic Adlung zeigte mit Platz 7, dass er zur norddeutschen Spitze gehört! Eine richtig gute Truppe haben wir da cool

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Nun hieß es die nächsten Tage die Beine wieder frische zu bekommen und sich auf den nächsten Leckerbissen vorzubereiten…den Fördetriathlon! Beim Heimspiel ist man natürlich immer besonders motiviert und als der Wetterbericht auch noch strahlenden Sonnenschein ankündigte, war jegliche Ermüdung verflogen und ich wollte einfach nur noch „ballern“ auf der Rennstrecke innocent!

Und das ging auch hervorragend! Im Wasser konnte ich dicht hinter einem „echten“ Schwimmer als zweiter aus dem Wasser steigen! Geiles Gefühl vor so einer Kulisse! In der Wechselzone konnte ich meine Triathlonerfahrung dann ausspielen und schneller wechseln, sodass ich als Führender auf die Radstrecke ging! Und jetzt hatte ich nur noch ein Ziel: Endlich mal einen Triathlon gewinnen, OHNE einem Rückstand hinterherzulaufen und durch die Laufleistung zu gewinnen :) Also strampelte ich volle Möhre und war gespannt, ob und wann ich eingeholt werden würde…aber da kam niemand :) Als erster auf die Laufstrecke zu gehen war dann natürlich die optimale Ausgangssituation, um hier heute den Sieg mit nach Hause zu nehmen! Zudem hat mein Papa noch seine Altersklasse gewonnen! Ein perfekter sonniger Sonntag also smile

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Die Woche darauf war sportlich gesehen eher ruhig…Tapern war das Motto. D.h. sich „fit“ erholen für das nächste große Highlight, dass ich mir ausgesucht hatte: Der Ironman 70.3 in Dublin!

Einen Irland Roadtrip mit dem Bulli hatte ich schon länger geplant und wie es der Zufall (oder ich innocent ) so wollte, war da zufällig in der Zeit auch der Ironman in Dublin! Also Auto gepackt, Rennrad, Surfbretter und besten Kumpel rein und ab nach Frankreich, um dort mit der Fähre nach Irland überzusetzen. In Dublin angekommen wurden wir vom irischem Regenwetter begrüßt und da wurde mir langsam bewusst worauf ich mich da vermeintlich eingelassen habe…aaaber am Renntag war Sonnenschein J Nur kalt war´s…um 7:00 morgens fiel bei 8 Grad der Startschuss und es ging ab ins Wasser. Da ist man direkt wach ;) Ich konnte prima mit ein paar schnellen Jungs vor den Toren Dublins durch das Wasser pflügen und als 5ter in meiner Altersklasse auf die Radstrecke gehen. Auch hier rollte das für meine Verhältnisse echt gut und ich verlor gar nicht so viel Zeit wie vermutet auf meine Konkurrenten. Das war schon cool über die abgesperrten Straßen durch Dublin zu heizen J Auf Platz 8. Ging es dann zum Halbmarathon im Phoenix Park. Und das fühlte sich von Beginn an schrecklich an…müde Beine und keine Power…und das auf meiner Paradestrecke…und dann sieht man noch das Schild „noch 18 Km“. Naja, aufgeben ist ja keine Option, also irgendwie weitermachen. Bei Kilometer 14 hatte mein Körper dann akzeptiert , dass er noch 7Km laufen muss und zapfte scheinbar die Reservebatterie an. Ich konnte auf einmal laufen..also so wie ich mir das vorstellte laughing Bei meiner leicht verspäteten Aufholjagd konnte ich sogar noch auf Platz 3 vorlaufen, den Platz auf dem Podium sowie meine nächste WM-Quali fix machen cool Das kam überraschend und umso glücklicher war ich!

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Jetzt hieß es 3 Wochen Urlaub in Irland! Die ersten 10 Tage verbrachte ich damit meine Wehwehchen des Rennens auszukurieren. Hier und da tat immer was weh und die lange Saison zeigte schon etwas seine Spuren. Mit Gepaddel beim Surfen, einigen Freiwasser-Schwimmeinheiten und 2-3 kleinen Joggingrunden zwischen den Schafen versuchte ich dann die Form für mein letztes Event zu konservieren : Dem Red Bull Tri Island

Den Tri Island wollte ich eher Spaß mitmachen, da mein Vater auf Sylt wohnt und mich sozusagen „eingeladen“ hat. Startschuss war auf Föhr, wo es mit allen gemeinsam morgens zur 12Km Wattwanderung  nach Amrum ging…bei herrlichem Regen und kühlem Temperaturen! Zitternd auf Amrum angekommen hieß es 2,5 Stunden warten (und frieren) bis der Wasserspiegel soweit stieg, dass wir nach Föhr zurückschwimmen konnten. Bei der ca. 3Km langen Schwimmstrecke hieß es hier nicht nur schnell zu schwimmen, sondern auch die Strömungen zu beachten! Also ein paar Tipps vom Wattwanderführer geholt und ab ins kühle Nass! Als 9ter aus dem Wasser gestiegen und auf die Radstrecke gehend, wusste ich nun, dass ich nun maximal von 3 Athleten überholt werden durfte, um das erste Boot (mit 12er Besetzung) nach Sylt zu bekommen, wo der Finale lauf stattfinden sollte. Eigentlich hatte ich mit dem zweiten Boot spekuliert, da ich weder so ein guter Schwimmer (auf so einer langen Strecke) noch ein guter Radfahrer bin und das Rennformat somit eigentlich nicht für mich gemacht ist…eigentlich! Denn ich konnte durch eine gute Radleistung als sechster ins Boot steigen und somit wurden die Karten neu gemischt! Jetzt hatte ich 20 Minuten Pause (für die Überfahrt), bevor es zum 11Km Lauf durch die Dünen und Strände Sylts ging. Perfekte Voraussetzungen! Als mein Vater mich vom Hafen in Hörnum im ersten Boot sah, war seine Freude und Überraschung kaum zu übersehen und ich glaube wir dachten beide das gleiche: Heute ist das Podium drin! Also ich dachte es…er rief es mir laut zu tongue-out Das wär der Hammer bei so einem Event! Also ab dafür! Und heute waren die Beine frisch wie eh und je! Es konnte mir von Beginn an keiner folgen und ich konnte sogar mit einem sicheren Vorsprung gewinnen! Unfassbar! Was ein magischer Moment, als erster das Siegerbanner zu durchlaufen!

 

Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was da an diesem Tag passiert und in der gesamten Saison so passiert ist! Es wurde auf jeden Fall kräftig gefeiert und die wohlverdiente Saisonpause eingeleitet laughing

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Tour de Schleswig-Holstein

Tour de Schleswig-Holstein

Nach einer regenerativen Erholungswoche in Italien und hierbei ein paar lockeren Mountainbiketouren in den Dolomiten habe ich zu Hause direkt wieder mit dem Training begonnen. Nur war das wohl besonders hinsichtlich der Intensitäten etwas zu viel, sodass ich hier und da erneut muskuläre Probleme bekam. Aus diesem Grund bin ich auch nur über 5Km anstatt der geplanten 10Km beim Campus Lauf in Kiel an den Start gegangen. Diesen Lauf konnte ich zwar gewinnen, aber richtig „rund“ lief es nicht. Dies äußerte sich primär anhand so fester Waden, dass an Laufen für einige Tage fast nicht zu denken war.  Da ich mein Team, das otn-Lauflabor, 3 Tage späte beim Lauf zwischen den Meeren nicht im Stich lassen wollte, bin ich hier über 10Km an den Start gegangen…und das tat am Ende richtig weh :( Zumindest hat es sich gelohnt, denn der Titel konnte verteidigt werden und die Jungs wurden am Wittenseerstand entsprechend belohnt :)

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Die Regenerationszeit nach einer Mitteldistanz ist doch deutlich länger als bei einer olympischen oder Sprintdistanz. Das habe ich dann mal unter der Kategorie „Lernprozess“ eingeordnet :) Also ging es ab ins Wasser, um den Beinchen mal etwas Ruhe zu geben! Lang ist es zwar nicht mehr hin bis zum ersten Kurztriathlon, aber die gute Form aus Rimini gab mir genug innere Ruhe, mal wirklich die Füße still zu halten!

 

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Dann ging die Regionalligasaison los und ich war gespannt, ob ich mein Saisonziel, eine Top-10 Platzierung, erreichen kann. In Vierlanden ging es über die Sprintdistanz an den Start und nach hektischem Start bei verkürzter Schwimmstrecke (500m statt 750m) kam ich solide auf Platz 23. mit geringem Rückstand zur Top-10 aus dem Wasser. Auf dem Rad bin ich im Gedränge des Feldes zu passiv gefahren und hatte auch einfach nicht die Power wie die Konkurrenten, sodass ich hier einiges an Zeit verlor. Dafür hatte ich aber umso frischere Beine und konnte mit der schnellsten Laufzeit des Tages das Feld nochmal ordentlich einholen. Am Ende bin ich dann noch auf Platz 14. gelaufen…nicht schlecht für den Einstand, aber eben auch nicht richtig gut. Aber die Saison ist ja noch jung innocent

2 Wochen später dann die erste Olympische Distanz in der Liga…und ich war heiß wie Frittenfett! Je länger die Distanz, desto länger das Laufen am Ende…simple Strategie also cool Hier kam ich etwas besser nach den 1500m aus dem Wasser und war auf dem Rad zwar nicht in der Spitzengruppe, aber die Abstände zu der Top-10 waren doch geringer als in Vierlanden. Beim Laufen erwischte ich erneut einen sehr guten Tag und ich sammelte viele Athleten ein! Etwas überrascht und völlig zufrieden und happy erreichte ich auf Platz 6. das Ziel! Geil, endlich hat das mal geklappt laughing Mit dem Team (USC Kiel) konnten wir sogar aufs Podium (Platz 2) und es gab lecker Kuchen!

Saisonziel erreicht…aber das heißt nicht, dass es nun zu Ende ist! Jetzt kommen die Wettkämpfe in Schleswig-Holstein…und Wittenseer ist mit der AktivTour natürlich am Start wink Zumeist mit Papa und Co. ging es also auf "Tournee"!

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Die erste Station meiner kleinen Tour de Schleswig-Holstein war der Midsummer Triathlon in Großensee. Diesen Wettkampf habe ich immer in toller Erinnerung und als „Titelverteidiger“ ist da immer eine kleine Extraportion Motivation dabei! Vom Start weg klemmte ich mich hinter das Führungsboot und konnte völlig frei die guten Bedingungen des Wassers nutzen und mit deutlichem Vorsprung als erster in die Wechselzone eilen. Hierbei war ich fast 1 Minute schneller als im Jahr davor…das muss am neuen Neoprenanzug liegen ;)  So und jetzt bloß nicht zu viel Zeit auf dem Rad verlieren! Bei Regen und Wind war es eine richtige Rutschpartie, aber ich habe so hart getreten wie ich konnte und hatte sogar die schnellste Radzeit des Tages! Entsprechend lag ich vor dem Laufen in Führung und konnte am Ende sogar einen Gang rausnehmen innocent Ein dickes Lob geht hier auch an unsere Triathlonrookies Nils Schröder und Matthias Schrickel, die sich richtig gut geschlagen haben!

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2 Tage Füße hoch und wieder ab in den Neoprenanzug! Der Fishermen Triathlon in Heiligenhafen war die nächste Station der Aktiv-Tour und lockte die Athleten mit seiner tollen Veranstaltung ins Hafenbecken! Im Rahmen der Hamburger Landesmeisterschaften waren entsprechend ein paar schnelle Athleten am Start der Sprintdistanz. Vom Start weg zeigten die Jungs auch direkt was Sache ist und schlugen ein hohes Tempo an, welchem ich einfach nicht folgen konnte. Aber viel Rückstand hatte ich auch nicht und konnte als dritter aus dem Hafenbecken klettern. Die wellige Radstrecke lag mir ganz gut und ich konnte die Position halten…und die Beine rollten beim Laufen wieder hervorragend! Schnell konnte ich mich auf Platz 2 vorschieben und musste ebenso schnell einsehen, dass Jean-Pierre De Lannoy einfach viel zu weit weg ist, um ihn angreifen zu können. Ganz starke Leistung vom Bundesligastarter und heutigem Landesmeister aus Hamburg!

Eine Woche später ging es dann nach Itzehoe…bei bestem Sommerwetter! Heute stand ein Teamwettkampf (Sprint) im Rahmen der Regionalliga an, d.h. es müssen alle im Team gemeinsam den Wettkampf bestreiten. Bei den starken Jungs in meinem Team war ich schon aufgeregt und hoffte, dass sie nicht auf mich warten müssen! Im Wasser lief alles nach Plan und wir konnten mit 4 Mann geschlossen als Team auf die Radstrecke gehen. Hier war heute Windschattenfahren erlaubt und so ging der „Motor“ unseres Teams (Benjamin Winkler) nach vorn und zog uns die gesamte Strecke! So schnell bin ich noch nie gefahren :) Schon angenehm so ein Windschatten bei 50Km/h tongue-out Ein spannendes Rennen, denn mit ca. 12 Sekunden Führung auf den Lokalmatador Itzehoe ging aus die 5Km Laufstrecke! Hier versuchte ich meine Teamkameraden anzufeuern und zu motivieren, denn wir mussten als Team finishen! Also wurde geschoben und gerufen und wir konnten mit letzter Kraft und 6 Sekunden Vorsprung gewinnen! Was ein Tag! Das hat richtig Spaß gemacht smile

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2 Wochen später war der Sommer dann gefühlt schon wieder vorbei :( Beim Ostseetriathlon regnete es vorab in Strömen und es war richtig ungemütlich..da würde man sich die Wittenseer am liebsten warm machen ;)

Vom Start weg orientierte ich mich an den Füßen von Jan Svensson, meinem ehemaligen Teamkameraden, weil ich wusste, dass er heute der Anwärter auf den Sieg ist. Das hat im Wasser auch gut geklappt, wobei ich auf dem Rad ziemlich schnell abgeschüttelt wurde und es auf dem Rad überhaupt nicht rollte. Auf Platz 5 kam ich in die Wechselzone und meine Beine waren heute nicht in der Verfassung der anderen Wettkämpfe der Saison. Ich konnte einen soliden Schritt durchlaufen und kam noch auf Platz 3 und somit auf´s Podest, aber das hat sich körperlich nicht so gut angefühlt. Das war einfach nicht mein bester Tag, wobei ich zugeben muss, dass ich auch mit einem guten Tag heute keine Chance auf eine bessere Platzierung gehabt hätte. Es war meine Premiere in Eckernförde und ich kann jedem Triathleten, ob Beginner oder erfahrenen Athleten nur empfehlen hier mal vorbeizuschauen!

Zum Saisonfinale geht es nun zunächst nach Bremen zur Regionalliga und die Woche darauf zum Förde Triathlon! Ich bin gespannt und hab noch ne Menge Bock auf ein paar schnelle Rennen laughing

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Rimini - Challenge Accepted

 

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Challenge Rimini! Meine erste Mitteldistanz im Triathlon…das heißt 1,9Km Schwimmen, 90 Km Rad und ein Halbmarathon… ein unfassbares Erlebnis!

Ich wollte in Italien einfach mal etwas neues ausprobieren und meine Grenzen neu ausloten...das Ganze eingebettet in einem riesen Event und das auch noch im schönen Italien! Zugegeben Rimini an sich ist nicht so schön, aber alles herum schon :) Auf jeden Fall gab mir dieses Fernziel den Winter hinüber immer eine Extraportion Motivation und die zahlreichen Stunden im Fahrradsattel sollten mich gut auf die hier 93km mit 1000 Höhenmetern vorbereiten. 

Also ab ins Auto und auf nach Italien! In Rimini auf dem Campingplatz angekommen ging es dann auch gleich zur Streckenbesichtigung… und da wurde einiges aufgebaut. Mit voller Absperrung der Stadt, Triathlon-Expo vorab und dem berühmt berüchtigten roten Teppich der zum Ziel führt, war ich so aufgeregt wie seit langem nicht mehr :) Aber ich war richtig heiß darauf, endlich loslegen zu dürfen! Nachdem die letzten Mücken aus dem Bulli vertrieben wurden, hieß es dann noch einmal schlafen bis es losgeht!

Aufstehen, Frühstück und dann das Fahrrad mit Gels, Riegeln und sonstigem Kram ausstatten…ich wollte einfach nur noch den Startschuss hören! Und da standen wir dann am Strand mit 1200 Triathleten. Es wurde in Startwellen gestartet, d.h. zuerst gingen die männlichen Profis ins Wasser, 2 Min Später das weibliche Pendant dazu, 8 Minuten später die Männerhauptklasse mit den Altersklassen M20-24, 25-29, 30-34 und entsprechend mir inklusive.

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Und es war richtig wellig! Es wurde viel Wasser geschluckt und an eine saubere Schwimmtechnik war nicht zu denken…was mir vielleicht in die Karten spielte cool Gesehen habe ich bei den ganzen Menschen eh nicht viel, sodass ich einfach Vollgas bis zur ersten Boje gegeben habe… und dort angekommen war ich auch fast allein…vor dem Feld! Ich schaffte es in einer kleineren Gruppe von 4,5 Leuten mitzuschwimmen und kam somit als einer der ersten aus dem Wasser! Das war unfassbar… ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell schwimmen kann tongue-out

Dann ging es ab auf´s Rad. 93 Km mit einem knackigen Anstieg lagen vor uns und ich guckte immer brav auf meinen Wattmesser, um nicht zu schnell loszulegen. Normalerweise bin ich es gewohnt als „Radanfänger“ von sehr sehr vielen Athleten überholt zu werden, aber diesmal hielt es sich in Grenzen. Am Berg konnte ich sogar selber einige Gegner einsammeln :) Da haben sich die harten Einheiten in den Bergen Gran Canarias gelohnt! Nebenbei versuchte ich viel zu Trinken und einige Gels und Riegel zu mir zu nehmen, da es doch ziemlich warm wurde (der Sonnenbrand danach war eine nette Erinnerung). Das war anscheinend aber zu viel des Guten, denn ich bekam gerade bei meiner Paradedisziplin dem Laufen Magenschmerzen und musste sogar kurz gehen. Zum Glück legte sich die Problematik schnell wieder und ich konnte nochmal richtig attackieren! Ich wusste bei all den Leuten nie exakt auf welchem Platz ich rangierte, aber ich liebäugelte mit einer Top 10 Platzierung, was ich vorab niemals für möglich gehalten hätte. Ab Kilometer 17 wurde es dann richtig hart und ich musste ordentlich die Zähne zusammenbeißen, da ich kurz davor war einen Krampf zu bekommen. Im Ziel dann die Überraschung: Der Moderator kündigte mich als schnellsten deutschen Amateur an und kurz danach bekam ich die Information, dass ich das Rennen in meiner Altersklasse sogar gewonnen habe! Unfassbar! Einfach nur geil!

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Dieser Sieg bedeutete zugleich die Qualifikation für die Challenge Weltmeisterschaften! Mehr geht nicht! Danach auch noch auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen zu dürfen, war schon eine große Ehre laughing

Mein Körper hat mir in den darauf folgenden Tage dann zu verstehen gegeben, dass er mal dringend Urlaub braucht...und das hab ich dann auch gemacht! Eine Woche mal ganz entspannt und (gefühlt) wohlverdient die Füße hochlegen!

 

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Schön war´s und ich bin froh eine solche Erfahrung gemacht haben zu dürfen!

Beste Grüße,

euer Leif

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Saisonstart...oder auch nicht!

Der April begann mit einem Start über die Halbmarathondistanz beim Ostseelauf in Timmendorf und ich wollte diesen Lauf als Standortbestimmung für meine erste Mitteldistanz im Triathlon nutzen. Ich habe mir als Ziel gesetzt bei der Challenge Rimini in Italien zu starten: 1,9km Schwimmen, 93Km Rad und 21km Laufen! Nach dem langen Wintertraining und somit der Vorbereitungsphase war dies nun mein Saisonstart… und dementsprechend kribbelten die Beine und wollten mal wieder richtig loslegen. Wie fit bin ich schon? Bin ich schneller als im Vorjahr? Hat sich das Radfahren positiv ausgewirkt? Viele Fragen die man sich zu Saisonbeginn stellt und die die Spannung hochtreiben.

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Dann ging es endlich los! Von Beginn an hatte ich richtig gute Beine und es rollte in der gewünschten Pace (3:30). Ich passierte die 10Km Marke in ziemlich genau 35 Minuten und war bereits ab dem zweiten Kilometer allein an der Spitze des Feldes und versuchte das Tempo kontrolliert weiterzuhalten. Das ging auch bis Kilometer 16 ganz gut, doch dann wurden die Beine schwerer und ich schaltete einen Gang zurück. Normalerweise fühlt man sich relativ schnell besser, wenn das Tempo gedrosselt wird, aber selbst ein Tempo von mittlerweile 4 Minuten pro Kilometer fühlte sich das nun gar nicht mehr nach „rollen“ an. Zum Glück war der Vorsprung groß genug, sodass ich die letzten 3 Kilometer gefühlt fast gegangen bin und dennoch gewinnen konnte. Aber zufrieden war ich mit dieser Leistung nicht. Das war kein richtiger Saisonstart :(

 

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Also erst einmal 2,3 Tage locker trainieren und wieder „frisch“ werden war meine Devise…nur irgendwie wurde ich nicht frischer. Ich fühlte mich schlapp und hatte extremste Muskelschmerzen. In meinem falschen Ehrgeiz habe ich dann noch versucht einige Trainingseinheiten zu absolvieren, denn ich hatte meine Mitteldistanz anfang Mai vor Augen und wollte möglichst viel dafür trainieren. Letztendlich war ich so im Eimer, dass ich nach ärztlicher Rücksprache erst einmal 1-2 Wochen absolute Ruhe verordnet bekommen habe. Das schlimmste was es für mich gibt! Wenn ich etwas nicht gut kann, dann ist es die Füße still zu halten… und das auch noch 3 Wochen vor diesem großen Rennen! Es dauerte 1 Woche bis ich wieder schmerzfrei war und nach 10 Tagen begann ich mit meinem ersten zaghaften 8km „Läufchen“ und das fühlte sich gut an! 3 Tage später stand der Stadtlauf in Eckernförde an. Ein Lauf den ich super gern mag und immer in allerbester Erinnerung habe! Aber an einen richtigen Wettkampf war momentan noch nicht zu denken. Also entschied ich mich einen Trainingslauf daraus zu machen und hatte mir fest vorgenommen, nicht schneller als 34 Minuten über 10Km zu laufen…egal wer dort am Start ist oder wie knapp es auch wird!  In Eckernförde angekommen traf ich als allererstes meinem Kumpel Steffen Uliczka, sodass ich zumindest schon einmal wusste mit wem ich vorne nicht mitlaufen werde ;)

 

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Vom Start weg dominierte Steffen allein an der Spitze das Tempo und ich hielt mich brav zurück und war bis Kilometer 3 in einer kleinen Gruppe, aus der sich ein Verfolgerduo zu Steffen bildete. Starker Wind, Regen und Hagel machten die Bedingungen richtig schwer und dennoch passierten wir die 5Km Marke in ca. 16:40 und das fühlte sich richtig locker an. Trotzdem zwang ich mich weiter locker zu laufen und hatte Glück das mein Gegner das Tempo nicht mitlaufen konnte. Steffen war schon außer Sichtweite und somit lief ich in fast genau 34 Minuten als zweiter über die Ziellinie. Mit dieser Leistung war ich bei diesen Bedingungen und unter den anderen Voraussetzungen sehr zufrieden und war wieder richtig heiss noch einen kleinen triathlonspezifischen Trainingsblock zu absolvieren.

Das Training lief prima und nun heißt es 4 Tage „Tapering Phase“ und dann geht´s am 07.05. ab zur Challenge Rimini! In Italien geht es mir bei so einem großen Wettkampf nicht um Platzierungen oder Zeiten, da diese Distanz völlig neu für mich ist und ich einfach nur mal meine Grenzen ausloten möchte :) Einfach mal 4-5 Stunden Vollgas geben und die verrückte Welt des Triathlons genießen! Ich bin auf jeden Fall super motiviert und bin gespannt was mich dort erwartet!

Bis dahin,

euer Leif

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Von der Sonne in die Sonne!

Von der Sonne in die Sonne!

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Nachdem sich der Jahresanfang von seiner eher grauen und kalten Seite gezeigt hatte, hieß es für mich im Februar ab in die Sonne! 10 Tage Trainingslager auf Lanzarote standen auf der Agenda! Der Trainingsschwerpunkt sollte hierbei ganz klar beim Radfahren liegen und ich war schon richtig motiviert, endlich nicht mehr auf der Rolle und somit in stickigen Räumen fahren zu müssen! Bei so viel positiver Energie war es dann auch nur halb so „schlimm“, dass ich viel allein trainieren musste. Dennoch muss ich an dieser Stelle meinen Papa loben, der fleißig jeden Berg hochgerollt ist und auch im Wasser fleißig seine Bahnen gezogen hat! Als Amateurteam „Schröder-Groeneveld“ haben wir uns dann vor Ort auch mal in den Triathlon-Tempel  La Santa getraut. Dort gibt es alles was das Triathlonherz begehrt und es war wirklich beeindruckend, einige Profis mal in Aktion sehen zu können. Die Urlaubsinsel Lanzarote zeigte sich ansonsten von seiner besten Seite und die erste Woche verging bei 25 Grad und Sonne satt wie im Flug! Jeden Tag 4 Stunden auf dem Rad und abends ging es dann nochmal ins Wasser oder es folgte eine längere Laufeinheit. Ich habe dabei versucht alle Einheiten eher locker zu absolvieren, da es mein Ziel war einen hohen Umfang zu realisieren. Das machte in der Summe in der ersten Woche knapp 40 Stunden Training und ich fühlte mich immer noch richtig gut! Bin ich so fit, dass mein Körper diese Intensitäten so gut verkraftet oder trainiere ich zu locker? Ich wartete förmlich die folgenden Tage darauf, dass der Körper mal schlapp wird…aber ich konnte bis zum Ende voll durchtrainieren! Auch hier eine ganze neue Erfahrung, denn ich hätte nicht gedacht, dass man 10 Tage lang fast jeden Tag 5-7 Stunden trainieren kann!

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Wieder zurück im kalten Deutschland ging es für mich direkt ab ins Schulpraktikum und nun holte sich mein Körper all das zurück, was ich ihm zuvor „angetan“ habe…d.h. um 13 Uhr war Schulschluss und dann wurde bis Nachmittags geschlafen :) Ich hatte zwar keine muskulären Probleme oder ähnliches, aber der Akku war einfach leer. Somit habe ich einfach viel geschlafen und den Trainingsumfang stark reduziert! Nach 2 Wochen Kälte hatte ich dann auch wieder genug ;) Das norddeutsche Wetter war bis dato ja leider immer noch eher auf Winter eingestelltL.  Trainingslager Nr. 2 stand vor der Tür! Endlich wieder Sonne, endlich wieder Radfahren! Diesmal sogar mit Trainingspartner Dominik Adlung aus meinem Triathlonteam (USC Kiel). Der Junge ist für seine Radstärke bekannt und auch im Wasser macht er eine sehr gute Figur. Da kann ich mir bestimmt was abgucken und ich konnte es kaum abwarten im Sattel zu sitzen und die Berge Gran Canarias zu erklimmen.

Dominik und ich hatten dabei so viel Bock auf viel Training, dass wir uns zügeln mussten, die ersten Tage auch bloß ruhig Radzufahren …denn überzieht man in den ersten Tagen hinsichtlich der Intensität können 14 Tage Trainingslager sehr, sehr lang werden und der erwünschte positive Trainingseffekt ist dahin! Und auf Gran Canaria besteht schnell die Gefahr zu intensiv zu radeln, da es eigentlich nicht möglich ist eine Ausfahrt unter 1000 Höhenmetern zu absolvieren.

Jeden Morgen um 8 Uhr hieß es ab in den Sattel, denn ab 10/11 Uhr war es fast schon zu heiss! Aufgrund der Kalima, einem warmen Wind, der viel Sand aus der Sahara mit sich bringt, gingen die Temperaturen auf bis zu 35 Grad hoch. Nach meistens 90-120Km Rad ging es dann nach kurzer Pastaparty auf dem Hotelzimmer ab ins Freibad zum Erfrischen! Nach 2,5-3Km im Wasser war dann auch der Rücken vernünftig rot, sodass uns die einheimischen Athleten abends im Leichtathletikstadion beim Lauftraining auch eindeutig als „Touristen“ identifizieren konnten ;)! Abends wurde dann ausgiebig gekocht! Schließlich müssen die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden und wir waren schon stolz darauf, dass wir in unserer kleinen Männer-WG nicht verhungert sind!

Im Vergleich zum Trainingslager in Lanzarote war dieses nun deutlich intensiver. Fokussierte ich mich auf Lanzarote auf extensive und mögliche lange Trainingsreize, trainierten wir auf Gran Canaria deutlich intensiver. Wir haben hierbei viel an der Grundschnelligkeit im Wasser gearbeitet und die warmen Temperaturen genutzt, um auch im Laufbereich die Geschwindigkeit hochzufahren, da dies in Deutschland bei 6 Grad und Regen doch deutlich schwieriger ist. Im Vergleich war der Umfang der beiden Trainingslager sogar fast identisch, nur dass das zweite Trainingslager in allen 3 Disziplinen ein wenig schneller war. Die Königsetappe der Radeinheiten war am vorletzten Tag, wo fleißig 150Km bei 3500 Höhenmetern absolviert wurden. Danach waren die Beine auch „dicht“ und freuten sich auf eine Regenerationswoche in Deutschland.

 

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Zu Hause angekommen hieß es dann Füße hochlegen und mal einige Tage wirklich nur ganz locker zu trainieren oder auch mal zu pausieren. Seit einer Woche bin ich nun wieder im normalen Trainingsalltag und bei nun frühlingshaften Temperaturen bringt auch das Radfahren hier bei uns wieder richtig Spaß! Entsprechend bin ich in der letzten Woche fast täglich im Sattel gewesen und hab meine Runden gedreht. Am kommenden Wochenende werde ich dann in Timmendorf beim Ostseelauf mal antesten, was die Beine aus dem Radtraining heraus schon so drauf haben :) Die Saison geht dann so langsam los und es darf nach und nach auch mal richtig schnell trainiert werden! Da freut man sich schließlich den ganzen Winter drauf!

Also rein in die Laufschuhe und los geht´s!

Beste Grüße,

euer Leif

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