Wittenseer Aktiv

Trainingstipps zum Laufen und Dranbleiben

Finale Grande - Das Beste zum Schluss!

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Finale Grande! Das Beste zum Schluss!

 

Nach vielen Wettkämpfen vor allem im Rahmen der Wittenseer Aktiv Tour in Schleswig Holstein ging es für mein letztes Rennen in der Regionalliga mit meinem Team (USC Kiel) nach Bremen (Stuhr) und dort über die olympische Distanz. In absoluter Topbesetzung reisten wir dort und hatten das Ziel – das Podium – fest im Blick…stets nach dem Motto: Auf der Suche nach dem Schatz im Silbersee (in dem wir später auch geschwommen sind :). Das Schwimmen verlief sehr unruhig und es gab aufgrund vieler Kurven im Parcours einige Rangeleien, aber ich konnte mich dennoch solide im vorderen Drittel platzieren und nach Topathlet Benni  (Winkler) als zweiter meiner Mannschaft auf das Fahrrad steigen. Auf der Radstrecke war es sehr windig und ich bekam Probleme mein Tempo zu finden und verlor einige Plätze. Somit war ich froh, als ich endlich die Laufschuhe anziehen konnte tongue-out Aber heute „lief“ es einfach nicht…von Anfang an war ich nicht richtig frisch und konnte mich nicht wie gewollt quälen und an meine Leistungsgrenze bringen. Einfach nicht mein bester Tag! Es motivierte mich aber die ganze Zeit zu sehen, dass meine Teamkameraden so gut (und vor mir) platziert waren, sodass ich alles gab, um für das Team noch ein paar Punkte zu holen! Und das hat geklappt! Am Ende bekam ich nochmal eine „zweite“ Luft und konnte sogar noch auf Platz 9 vorlaufen und mit dem Team den Sieg nach Kiel holen! Benni zeigte mal wieder eine überragende Performance und wurde zweiter und auch mein gran canarischer Leidensgenosse Dominic Adlung zeigte mit Platz 7, dass er zur norddeutschen Spitze gehört! Eine richtig gute Truppe haben wir da cool

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Nun hieß es die nächsten Tage die Beine wieder frische zu bekommen und sich auf den nächsten Leckerbissen vorzubereiten…den Fördetriathlon! Beim Heimspiel ist man natürlich immer besonders motiviert und als der Wetterbericht auch noch strahlenden Sonnenschein ankündigte, war jegliche Ermüdung verflogen und ich wollte einfach nur noch „ballern“ auf der Rennstrecke innocent!

Und das ging auch hervorragend! Im Wasser konnte ich dicht hinter einem „echten“ Schwimmer als zweiter aus dem Wasser steigen! Geiles Gefühl vor so einer Kulisse! In der Wechselzone konnte ich meine Triathlonerfahrung dann ausspielen und schneller wechseln, sodass ich als Führender auf die Radstrecke ging! Und jetzt hatte ich nur noch ein Ziel: Endlich mal einen Triathlon gewinnen, OHNE einem Rückstand hinterherzulaufen und durch die Laufleistung zu gewinnen :) Also strampelte ich volle Möhre und war gespannt, ob und wann ich eingeholt werden würde…aber da kam niemand :) Als erster auf die Laufstrecke zu gehen war dann natürlich die optimale Ausgangssituation, um hier heute den Sieg mit nach Hause zu nehmen! Zudem hat mein Papa noch seine Altersklasse gewonnen! Ein perfekter sonniger Sonntag also smile

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Die Woche darauf war sportlich gesehen eher ruhig…Tapern war das Motto. D.h. sich „fit“ erholen für das nächste große Highlight, dass ich mir ausgesucht hatte: Der Ironman 70.3 in Dublin!

Einen Irland Roadtrip mit dem Bulli hatte ich schon länger geplant und wie es der Zufall (oder ich innocent ) so wollte, war da zufällig in der Zeit auch der Ironman in Dublin! Also Auto gepackt, Rennrad, Surfbretter und besten Kumpel rein und ab nach Frankreich, um dort mit der Fähre nach Irland überzusetzen. In Dublin angekommen wurden wir vom irischem Regenwetter begrüßt und da wurde mir langsam bewusst worauf ich mich da vermeintlich eingelassen habe…aaaber am Renntag war Sonnenschein J Nur kalt war´s…um 7:00 morgens fiel bei 8 Grad der Startschuss und es ging ab ins Wasser. Da ist man direkt wach ;) Ich konnte prima mit ein paar schnellen Jungs vor den Toren Dublins durch das Wasser pflügen und als 5ter in meiner Altersklasse auf die Radstrecke gehen. Auch hier rollte das für meine Verhältnisse echt gut und ich verlor gar nicht so viel Zeit wie vermutet auf meine Konkurrenten. Das war schon cool über die abgesperrten Straßen durch Dublin zu heizen J Auf Platz 8. Ging es dann zum Halbmarathon im Phoenix Park. Und das fühlte sich von Beginn an schrecklich an…müde Beine und keine Power…und das auf meiner Paradestrecke…und dann sieht man noch das Schild „noch 18 Km“. Naja, aufgeben ist ja keine Option, also irgendwie weitermachen. Bei Kilometer 14 hatte mein Körper dann akzeptiert , dass er noch 7Km laufen muss und zapfte scheinbar die Reservebatterie an. Ich konnte auf einmal laufen..also so wie ich mir das vorstellte laughing Bei meiner leicht verspäteten Aufholjagd konnte ich sogar noch auf Platz 3 vorlaufen, den Platz auf dem Podium sowie meine nächste WM-Quali fix machen cool Das kam überraschend und umso glücklicher war ich!

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Jetzt hieß es 3 Wochen Urlaub in Irland! Die ersten 10 Tage verbrachte ich damit meine Wehwehchen des Rennens auszukurieren. Hier und da tat immer was weh und die lange Saison zeigte schon etwas seine Spuren. Mit Gepaddel beim Surfen, einigen Freiwasser-Schwimmeinheiten und 2-3 kleinen Joggingrunden zwischen den Schafen versuchte ich dann die Form für mein letztes Event zu konservieren : Dem Red Bull Tri Island

Den Tri Island wollte ich eher Spaß mitmachen, da mein Vater auf Sylt wohnt und mich sozusagen „eingeladen“ hat. Startschuss war auf Föhr, wo es mit allen gemeinsam morgens zur 12Km Wattwanderung  nach Amrum ging…bei herrlichem Regen und kühlem Temperaturen! Zitternd auf Amrum angekommen hieß es 2,5 Stunden warten (und frieren) bis der Wasserspiegel soweit stieg, dass wir nach Föhr zurückschwimmen konnten. Bei der ca. 3Km langen Schwimmstrecke hieß es hier nicht nur schnell zu schwimmen, sondern auch die Strömungen zu beachten! Also ein paar Tipps vom Wattwanderführer geholt und ab ins kühle Nass! Als 9ter aus dem Wasser gestiegen und auf die Radstrecke gehend, wusste ich nun, dass ich nun maximal von 3 Athleten überholt werden durfte, um das erste Boot (mit 12er Besetzung) nach Sylt zu bekommen, wo der Finale lauf stattfinden sollte. Eigentlich hatte ich mit dem zweiten Boot spekuliert, da ich weder so ein guter Schwimmer (auf so einer langen Strecke) noch ein guter Radfahrer bin und das Rennformat somit eigentlich nicht für mich gemacht ist…eigentlich! Denn ich konnte durch eine gute Radleistung als sechster ins Boot steigen und somit wurden die Karten neu gemischt! Jetzt hatte ich 20 Minuten Pause (für die Überfahrt), bevor es zum 11Km Lauf durch die Dünen und Strände Sylts ging. Perfekte Voraussetzungen! Als mein Vater mich vom Hafen in Hörnum im ersten Boot sah, war seine Freude und Überraschung kaum zu übersehen und ich glaube wir dachten beide das gleiche: Heute ist das Podium drin! Also ich dachte es…er rief es mir laut zu tongue-out Das wär der Hammer bei so einem Event! Also ab dafür! Und heute waren die Beine frisch wie eh und je! Es konnte mir von Beginn an keiner folgen und ich konnte sogar mit einem sicheren Vorsprung gewinnen! Unfassbar! Was ein magischer Moment, als erster das Siegerbanner zu durchlaufen!

 

Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was da an diesem Tag passiert und in der gesamten Saison so passiert ist! Es wurde auf jeden Fall kräftig gefeiert und die wohlverdiente Saisonpause eingeleitet laughing