Wittenseer Aktiv

Trainingstipps zum Laufen und Dranbleiben

Neuer Rekord

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Über das aktuelle Herbst- und somit sehr trainingsfreundliche Wetter können wir doch wirklich glücklich sein. Das Training läuft rund bei mir und die Motivation in Richtung Marathon 1.0 steigt.

Noch 25 Tage.

Mir macht das Training mit den höheren Umfängen wirklich Spaß.

Am Sonntag des Berlin Marathons (25.09) bin ich tatsächlich fast mitgelaufen – halt nur nicht in Berlin, sondern in Wedel und Umgebung.

Um 09.30 Uhr war an diesem Sonntag Treffpunkt mit Coach Wolfgang Soukop aka „Wolle“ als Fahrrad Support, sowie meinem Co Trainer und persönlichem Tempomacher Jannis, der für jede Art von Einheit allzeit unterstützt und immer zu haben ist.

Wir starteten entlang des Deiches in Richtung Hetlingen. Nach ca. einer Stunde stieg Jannis aus – somit hatten Wolle und ich im Zweiergespann noch gute 2 Stunden vor uns. Kennt ihr das Problem ? Dieses Trinken aus Plastikbechern beim Wettkampf – gar nicht so einfach, wie ich finde. Zwar nutze ich den Trick des zusammen Quetschens, aber wenn dann doch etwas überschwappt und womöglich in die Nase kommt-dann bremst es eher als das es hilft cool.

Über einen Wettkampf von 10km oder Halbmarathon kann ich je nach Temperatur sogar ganz ohne Flüssigkeit auskommen. Beim Marathon muss und sollte man trinken. Daher hatte „Wolle“ extra Plastikbecher, Wasser und für die letzten km Cola (zur Probe) im Gepäck.  Habe mich mit erfahrenen Marathonis ausgetauscht und bin zu dem Entschluss gekommen, nicht mein eigenes Getränk einzureichen, sondern lieber das zu nehmen, was als Streckenverpflegung angeboten wird.
Da ich bislang keine schlechte Erfahrungen gemacht habe und mein Magen noch nie Probleme bereitet hat, werde ich bestimmt gut klar kommen.

Es ging weiter.Schritt für Schritt. Durch den Wald von Klövensteen zurück zu einer Landstraße, die uns in Richtung Wedel führen sollte.
Bei km 35 angekommen brachte Wolle dann vorsichtig ein, dass es wohl doch etwas länger als 3 Stunden wird.

Kein Problem - wobei: 1 km war dann gefühlt doch länger als auf der ersten Hälfte der Strecke tongue-out.

Strecke schön. Wetter schön. Beine schön.
Keine halben Sachen – wenn ich schon bei 35km bin - warum nicht die 40km voll machen. 
Nach 3,5 Std und guten 40,5 km auf der GPS Uhr war es vollbracht.
Mein persönlicher Rekord !

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Noch nie habe ich eine Strecke dieser Länge laufend absolviert. Trainer und Athletin HAPPY ! Wir gönnten uns ein gemeinsames, sonniges Mittagessen im Vereinsheim in Wedel.  Ich esse nach intensiveren Einheiten am Vormittag, sehr gerne Rührei mit Gemüse und Käse (mal auf Vollkornbrötchen oder Toast).
Der Koch war so nett und hat mir ganz speziell ein Gemüse-Käse-Omelett gezaubert. Danke an dieser Stelle an meinen Coach - das war ein toller, erfolgreicher Sonntag.

Ein kleiner Tick: gut gewürztes Essen. Wenn man unterwegs ist, fehlt oft der letzte Kick zum perfekten Geschmack – daher habe ich auf jeden Fall immer meine Pfeffermühle, ein kleines Olivenöl-Fläschchen und Kurkumapulver in der Tasche. Das hat mein Omelett nochmal perfekt aufgewertet ;-)

Der Lauf-Flow hat mich voll im Griff. Das frühe Aufstehen am Morgen für das Laufen, um auch nach der Arbeit entweder nochmal zu trainieren oder auch  Zeit für andere Dinge aufzubringen, (wie Freunde treffen, einkaufen, aufräumen, entspannen) ist zur Routine geworden.
Das die Lauferei sehr deinen Alltag bestimmt, wird dir bewusst, wenn du eigentlich deine Schlafsachen anziehen möchtest aber routiniert zu deinem Sport-Top greifstlaughing.

Lang ist es nicht mehr hin bis zum großen Tag. Neben den langen Läufen hatte ich Programme von 10 - 15 x 400m die ich in 1.27min-1.30min lief (200m Trabpause).
Hier ging es viel mehr um das Durchhalten. Der Kopf spielt auch im Wettkampf eine große Rolle.
Wobei ich muss sagen, dass mir die längeren Bahnprogramme auch Spaß bringen.

Die letzte Einheit am Montag (03.10) ging über 2 Stunden (1 Stunde ruhig, 1 Stunde flott) - Wolle war als Fahrrad Support wieder dabei und auch Jannis ließ sich wieder auf einen Run mit mir eintongue-out. Das Tempo aus der 2. Hälfte verrate ich nicht – der erste Marathon und die Endzeit sollen noch spannend bleiben.

Es lief top -  so viel dazu und ich war total im Rausch und voller Euphorie. Nur später, als die Ruhe einkehrte, war ich so müde wie nach einem Wettkampf.
Ein Nachmittagsschlaf war dringend nötig – aber das ist auf jeden Fall auch ein gutes Gefühl.

Bevor es am 13.10. mit der Wittenseer Aktiv Truppe nach Mallorca geht, stehen diese Woche insgesamt 80 Wochenkilometer an und am Sonntag noch ein längerer, ruhigerer Lauf aber max. um die 2 Stunden.

Was mein Marathon-Wettkampffrühstück sein wird, für welchen Rennschuhe ich mich entschieden habe, der Glücksbringer - und mit welch leckerem Banana-Bread Rezept ihr nach dem Lauf die Speicher wieder füllen könnt, verrate ich euch nächste Wochelaughing.

 

Lauft schön - eure Kathi